Tordera hat gewählt

Sant Andreu. Mit überwältigender Mehrheit hat das torderanische Volk heute Jordi Plau zum Präsidenten gewählt. Die Wahl ist von den Beobachtern und Bürgern als fair und demokratisch festgestellt worden. Zwischenfälle gab es keine.

Plau, der für die marktliberale und progressive Partit Democratic de Tordera (Demokratische Partei Torderas) antritt, konnte sich mit 69.46% der abgegebenen Stimmen klar gegen den Gegenkandidaten Feliç Martinez i Gil von der Sozialdemokratischen Allianz durchsetzen (SOC). Ein kompliziertes Wahlrecht führte zu dem Umstand, dass jede torderanische Region selbst über die Verteilung ihrer Stimmen entscheiden durfte – einige Regionen bevorzugten das Mehrheitswahlrecht, andere das Verhältniswahlrecht. Schlussendlich konnte Plau 242 der 350 Wahlstimmen gewinnen – notwendig gewesen wären 175. Der Abstand zu seinem Gegenkandidaten vergrößerte sich im Laufe des Abends, so dass bereits früh der Wahlsieg feststand. Wie vorausgesagt wurde, lagen die Hochburgen der PDT vor allem im Süden, in Sant Andreu und in Llobregat, während die Sozialdemokraten eher an der Küste und in den übrigen großen Städten überzeugen konnten.

Plaus große Popularität rührt von seiner Tatkräftigkeit bei der torderanischen Unabhängigkeitsbewegung, deren Galionsfigur im Februar er gewesen ist. Er war derjenige, der die celanische Hilfe organisierte und das Land in Richtung Demokratie führte. Er ist daher viel mehr als eine Art überparteilicher Kandidat anzusehen, womit sein gutes Abschneiden auch entlang der Küste zu erklären ist. Lediglich in Vilanova und entlang der meltanischen Grenze konnte Martinez i Gil die Mehrheit der Stimmen erringen, setzt er sich doch für einen gemäßigteren und deutlich promeltanischeren Kurs ein.

Gleichzeitig fand auch die Wahl zum torderanischen Senator im Medianischen Imperium statt. Auch hier kristallisierte sich schnell im Vorfeld der Wahlen die Entscheidung zwischen Llora Segura i Duran (PDT) und Aleix Delgado i Marti (SOC) heraus. Diese Wahl war aufgrund der relativen Unbekanntheit beider Kandidaten wesentlich spannender und blieb bis in die Abendstunden ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem sich die Hochburgen beider Parteien deutlich hervortaten. Senyora Segura i Duran konnte jedoch die beiden “swing states” Tordera Nord und Val de Platò gewinnen, die ihr den nötigen Vorsprung an Wahlstimmen einbrachten, um die Wahl zu gewinnen. Insgesamt errang sie 194 von 350 Wahlstimmen, ihr Gegenkandidat Delgado i Marti nur 138.

Die beiden Wahlen zeigen eindeutig, dass Tordera auf ein Zwei-Parteien-System zusteuert. Beide Parteien sind jedoch vergleichsweise liberal und progressiv, die dominierenden Konfliktlinien sind die wirtschaftliche sowie die nationalistische. Die Wahlen zum Präsident, viel mehr aber zum Senator dienten als Indikator für die Parlamentswahlen am Sonntag, für die ein deutlich zersplittertes Ergebnis erwartet wird. Das Ergebnis zeigt, dass die Vormachtsstellung der PDT doch nicht so stark ist, wie gedacht. Vor allem, wenn die Galionsfigur Plau, die nun im Präsidentenamt hockt, am Sonntag der PDT fehlen wird. Die neuesten Umfragen gehen von einer relativen Mehrheit von ca. 40-50% aus. Die Wahlen haben aber auch gezeigt, dass der überwältigende Großteil der Bevölkerung die torderanische Unabhängigkeit unterstützt. Pro-Meltanische Parteien erhielten weniger als 5% der Stimmen.

Den Wahlen ging ein Referendum über die neue torderanische Verfassung voraus, welches mit großer Mehrheit und beachtlicher Wahlbeteiligung erfolgreich war. Wahlergebnis zum torderanischen Senator Das genaue Wahlergebnis und eine Zusammenfassung der Wahlnacht finden Sie hier.

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