Abiit, non obiit

San Vincenzo. Ein sichtlich gezeichneter Re Francesco V. trat in den Abendstunden überraschend vor die versammelte Hofpresse, und ließ die Bombe platzen. 

In einer knappen Erklärung verkündete er seine Abdankung, und verabschiedete sich niedergeschlagen von seinen Novaren, denen er seit Februar 2007 als Re diente. Mit Ablauf des Tages wird er nicht mehr in Würden stehen, so seine Absicht. Seine Nachfolge ließ er bewusst offen, und erteilte der Monarchie für die Zukunft indirekt eine Absage. Wie das Land diese Nachricht auffassen wird, ist nicht absehbar. Zuletzt gab es nennenswerte Protestbewegungen gegen die herrschende Klasse, aber nie direkt gegen Re Francesco V. Er war in der Bevölkerung sehr beliebt und genoss ein hohes Ansehen. Stellvertretend mussten im Rahmen der Protestbewegungen daher die amtierenden Fürsten als Feindbild herhalten, obwohl das Königshaus kaum aus der Kritik herauszunehmen ist. Wie es nach dem ersten Schock weitergehen soll, gab der Re ansatzweise zu verstehen. Zumindest nach seinen Vorstellungen sollen nun die verantwortungsbewussten und nationalen Kräfte das Land reformieren und damit eine zukunftsfähige Ordnung errichten. Ob das gelingt, hängt vor allem davon ab, inwiefern die Provinzen in die Erwägungen einbezogen werden und welche Rolle sie spielen sollen und dürfen.

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